Archives

Der Weg zum Kindergarten

Der Weg zum Kindergarten

Der allmorgendliche Weg zum Kindergarten oder zur Kindertagesstätte will organisiert sein. Den Kindern tut es dabei bekanntermaßen gut, hierbei ein festes Ritual zu haben. Für Eltern bedeutet dies, dass der Weg zur Betreuungsstätte möglichst gleichbleibend gestaltet werden sollte. Das heißt entweder sollte man das Kind IMMER mit dem Auto oder immer zu Fuß in den Kindergarten bringen. Das erleichtert in der Folge den Kleinen den Abschied, schafft Vertrauen und implementiert Kontinuität.

Wenn es die Länge der Strecke zulässt, empfiehlt es sich den Weg zum Kindergarten zu Fuß zu nehmen. In diesem Fall haben Kinder und Eltern auch gleich etwas Bewegung und auf dem Marsch lässt sich so einiges Entdecken. Außerdem schont der Verzicht auf das Auto die Umwelt.

Wer hierbei nicht Stunden Zeit hat, der wird nicht umhinkommen seinen Sprössling im Kinderwagen oder in einem Bollerwagen zu transportieren. Bei zwei Kindern wird sich jedoch auch der Rückgriff auf einen Kinderwagen schwierig gestalten, wenn man nicht gerade über einen Zwillingwagen verfügt. Gerade dann empfiehlt es sich einen Bollerwagen (auch Leiterwagen genannt) zu kaufen. Angebote für Bollerwagen und Leiterwagen im Internet gibt es reichlich. Einen Bollerwagen kaufen sollte man jedoch am besten im Herbst oder Winter. Die niedrigere Nachfrage in diesem Zeitraum, lässt die Preise für das Fahrzeug gerne einmal purzeln und es lassen sich echte Schnäppchen machen. Aber Vorsicht: Nicht allein der Preis eines Bollerwagens sollte beim Kauf entscheidend sein. Qualitätswagen tragen für gewöhnlich das GS Zeichen als Gütesiegel. Übrigens der positive Nebeneffekt eines Bollerwagens ist, dass er sich auch in der restlichen Freizeit wunderbar als Spiel- und Transportgerät nutzen lässt.

Werden die Kids dann etwas älter, kann man erstmalig versuchen, dass die Kinder den Heimweg alleine antreten, dies sollte jedoch erst nach einer vorangegangenen Verkehrserziehung und frühestens ab einem Alter von 5 Jahren erfolgen. So bietet der Weg zum Kindergarten dann eine hervorragende Vorbereitung für den späteren Schulweg.

“Mami, ich will einen Hasen!”

Wie ich bereits berichtet habe war ich ja mit Cathi im Zoo. Cathi hat es wie gesagt super gefallen, doch irgendwie haben wir jetzt ein kleines Problem dadurch bekommen. Immer wenn ich jetzt mit Cathi an der Zoohandlung vorbeigehe bekommt sie ganz große Augen. Gestern hat sie so lange gedrängelt, bis wir hinein gegangen sind. “Wir können ja ruhig mal schauen”, dachte ich. Ich hätte ahnen sollen, was dann passiert. Aus Staunen ist schnell Wollen geworden. Cathi lief von Käfig zu Käfig. “Mami, ich will einen Hasen!” hieß es dann, als ich nein sagte, da es wahnsinnig viel Aufwand ist, lief sie weiter, da sie natürlich dachte, dass ich nur gegen den Hasen war. Sie versuchte es also mit Wellensittichen,Schildkröten und einem Chamäleon. Ich habe natürlich alles abgelehnt, weil ich es zumindest erst einmal in Ruhe mit ihr diskutieren wollte. Schließlich ist ein Haustier eine riesen Verantwortung. Und wenn ich an mich als Kind denke, dann weiß ich, dass ich als Mutter am Ende diejenige sein werde, die den Käfig ständig sauber macht. Was aber tun, wenn das Kind nicht locker lässt? Man kann ja auch nicht erwarten, dass Kinder in dem Alter diese Argumentation verstehen. Nie will ein Kind glauben, dass es doch genau so kommen wird, dass das Tier erst interessant und nach ein paar Wochen langweilig und nur noch Arbeit ist. Ich muss gestehen, dass ich selbst eine Schildkröte auf dem Gewissen habe. Und immer ist es die gleiche Geschichte, die Eltern erzählen. Ich habe nun überlegt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt Cathi anderweitig mit Tieren in Kontakt zu bringen, um ihr die schönen Seiten zu geben, sie UND mich nicht mit der Arbeit und Verantwortung zu überfordern. Ich hatte darüber nachgedacht, den Kindergarten zu fragen, ob man da nicht gemeinschaftlich als Eltern ein Tier anschaffen kann, um das sich dann die Kinder gemeinschaftlich kümmern. Ich werde das die Tage in Angriff nehmen.

Der aufregende Alltag im Kindergarten

Gestern hatte ich ein richtig schlechtes Gefühl, als ich Cathi im Kindergarten abgegeben habe. Sie hat so geweint und wollte auf keinen Fall dort bleiben. Ich hätte am Liebsten mitgeweint, aber das konnte ich natürlich nicht machen. Nach dem ich eine halbe Stunde mit ihr dort geblieben bin und ein bisschen gespielt habe, hatte sie sich zum Glück beruhigt. Als ich ihr dann noch sagte was das alles für super Spielsachen sind, die der Kindergarten zu bieten hat, schob sie mich schon langsam zum Ausgang. Dennoch war ich sehr froh, als ich sie dann endlich wieder anholen konnte. Natürlich habe ich mir vorgestellt, dass sie mir glücklich und erleichtert in die Arme fällt, aber nein! Sie wollte gar nicht mit nach Hause gehen, weil sie doch gerade spielt, erklärte sie mir.

Auf dem Weg nach Hause erzählte sie mir dann in einer ordentlichen Lautstärke, so dass auch die anderen Leute an ihren tollen Erlebnissen teil haben konnten, was alles passiert war. Man hatte das Gefühl, dass keine Kleinigkeit ausgelassen werden durfte, damit ich mir den perfekten Eindruck von dem besten Kindergarten der Welt machen konnte. Besondere Aufmerksamkeit erregt wohl bei den anderen Kindern ihr Essen, was sie jeden Morgen von mir gemacht bekommt. Die Kinder wollten nicht mehr ihre eigenen Sachen essen, sondern unbedingt das Essen von Cathi. Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass mein Essen so gut ankommt.

Als wir dann zu Hause waren, war Cathi so müde, dass sie sich mir ihrer Kleidung ins Bett legen wollte, um zu schlafen. Ich war so erleichtert, dass ihr der Kindergarten offensichtlich wirklich sehr gut gefällt und auch gut tut. Anke hatte mir bei der Abholung noch erzählt, dass Cathi schon erste Kontakte knüpft und offensichtlich schon mit einem Mädchen sehr lange gespielt und es anschließend auch umarmt hat, das freute mich natürlich sehr zu hören. Ich denke, dass ist ein gutes Zeichen, dass sie sich eingewöhnt und es bald schon kein Problem mehr sein wird, wenn ich sie im Kindergarten abgebe. :-)

Von Kindergartenfreunden und Zoobesuchen

So langsam merkt man auch akustisch sehr deutlich, dass meine Kleine nun im Kindergarten ist. Seitdem ich sie eben abgeholt habe singt sie ununterbrochen ein Lied, dass sie heute gelernt hat. Es heißt „Hört ihr die Regenwürmer husten“. Zugegeben, ich habe einige Zeit gebraucht um das Lied zu erkennen. Erst als sie tatsächlich gehustet hat habe ich das Lied erkannt. Ich finde es toll, dass sie mit so viel Spaß und Freude dabei ist. So trällert sie nun schon den ganzen Tag herum und ich habe schon einen Ohrwurm vom Regenwurm.

Ich musste auch direkt wieder an die „Vogelhochzeit“ von Rolf Zuckowski denken – ich bin mir sicher, die meisten kennen die tollen Lieder von ihm. Hier könnt ihr noch einmal hereinhören. Mein Lieblingslied ist eindeutig „Hallo Mama, hallo Papa“ – das ist einfach zuckersüß! Werde für meine Süße gleich mal die CD kaufen und ihr so ein bisschen mehr Auswahl an Liedern schaffen.

Mittlerweile freut sich Cathi auch jeden Tag auf´s Spielen mit ihren neuen Kindergarten-Freundinnen und wäre auch gerne am Wochenende hin gegangen. Da musste ich mir einiges einfallen lassen um mit dem Kindergarten mithalten zu können. Bei dem schönen Wetter am Samstag war das jedoch kein Problem – wir waren im Zoo. Besonders beeindruckt war sie von den Elefanten – was wahrscheinlich an der Größe lag. Aber davon werde ich euch vielleicht morgen berichten.