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Sissi – Unsere neue Katze

Wie ich gestern geschrieben habe, habe ich mehr oder weniger unfreiwillig die Katze mit hoch in die Wohnung genommen. Ich war dann noch schnell beim Zoomarkt und habe ein Katzenklo geholt, da irgendwann die Frage aufkam “Wo macht das Tier eigentlich hin”? Es war ein bischen wie in einem Loriot-Sketch, denn ich habe den Rat der Dame aus dem geschäft befolgt. Ich habe das Katzenklo in das Bad gestellt, die Katze genommen und sie kurz darauf gesetzt. Irgendwie wollte sie das aber nicht so ganz verstehen, denn als sie dann musste, da stand sie vor der Tür, hat gekratzt und gemautzt. Ich habe sie dann wieder angehoben und ins Bad getragen, um sie auf das Klo zu setzen. Sie schaute mich irritiert an, ist dann an mir vorbei gehuscht und stand wieder vor der Tür. Ich nehme mal stark an, dass sie ihr ganzes Leben draußen gelebt hat. Ich habe sie dann quasi wie einen Hund, nur ohne Leine, gassi geführt. Ich stand unten vor der Haustür und habe gewartet, bis sie ein paar mal um die Büsche gestreift ist, um dann unter einer Hecke ihr Geschäft zu verrichten. Sie scharrte und kam dann wie ein Hund zu mir zurückgelaufen. Sie setzte sich vor mich und schaute mich mit großen Augen an als wenn sie mir sagen wollte “Nun mach schon die Tür auf.” Ich war etwas ratlos, denn mir war nicht daran gelegen, nun jedes mal mit ihr runterzugehen, wenn sie musste. Das Problem hat sich lustigerweise so geklärt, dass Cathi ihr gezeigt hat, wie man es macht. Cathi hatte vergessen die Tür vom Bad zu schließen. Als sie dann auf dem Topf saß, da ist die Katze an mir vorbei zum Bad gerannt und hat dann Cathi interessiert beim großen Geschäft zugeschaut. Ich folgte ihr in den Flur, als die Katze vorsichtig das Klo betrat. Als ich durch den Spalt schaute, da sah ich, wie Cathi freudig quietschte, während die Katze auf dem Katzenklo ihr erstes Geschäft verrichtete.

Als wir später am Abend noch etwas Fernsehen schauten, da ging mir die Frage durch den Kopf, wie wir sie eigentlich nennen wollen. “Morle oder Tiger…” Man kommt ja auf die absurdesten Ideen. Ich fragte Cathi, wie sie unsere Katze nennen will. Aber von ihr kam nur ein “Max”. Ich erklärte ihr, dass es ein Mädchen sei. Später am Abend habe ich Cathi zu Bett gebracht und ihr noch eine Geschichte vorgelesen. Es war die Geschichte von der Kaiserin Sissi. Während ich so las kam die Katze wieder vorsichtig ins Kinderzimmer geschlichen. Cathi entdeckte sie und begrüßte sie mit einem “Sissi, Sissi komm her!” Ich dachte, dass es so sei, denn Sissi gefiel mir.

“Mami, ich will einen Hasen!”

Wie ich bereits berichtet habe war ich ja mit Cathi im Zoo. Cathi hat es wie gesagt super gefallen, doch irgendwie haben wir jetzt ein kleines Problem dadurch bekommen. Immer wenn ich jetzt mit Cathi an der Zoohandlung vorbeigehe bekommt sie ganz große Augen. Gestern hat sie so lange gedrängelt, bis wir hinein gegangen sind. “Wir können ja ruhig mal schauen”, dachte ich. Ich hätte ahnen sollen, was dann passiert. Aus Staunen ist schnell Wollen geworden. Cathi lief von Käfig zu Käfig. “Mami, ich will einen Hasen!” hieß es dann, als ich nein sagte, da es wahnsinnig viel Aufwand ist, lief sie weiter, da sie natürlich dachte, dass ich nur gegen den Hasen war. Sie versuchte es also mit Wellensittichen,Schildkröten und einem Chamäleon. Ich habe natürlich alles abgelehnt, weil ich es zumindest erst einmal in Ruhe mit ihr diskutieren wollte. Schließlich ist ein Haustier eine riesen Verantwortung. Und wenn ich an mich als Kind denke, dann weiß ich, dass ich als Mutter am Ende diejenige sein werde, die den Käfig ständig sauber macht. Was aber tun, wenn das Kind nicht locker lässt? Man kann ja auch nicht erwarten, dass Kinder in dem Alter diese Argumentation verstehen. Nie will ein Kind glauben, dass es doch genau so kommen wird, dass das Tier erst interessant und nach ein paar Wochen langweilig und nur noch Arbeit ist. Ich muss gestehen, dass ich selbst eine Schildkröte auf dem Gewissen habe. Und immer ist es die gleiche Geschichte, die Eltern erzählen. Ich habe nun überlegt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt Cathi anderweitig mit Tieren in Kontakt zu bringen, um ihr die schönen Seiten zu geben, sie UND mich nicht mit der Arbeit und Verantwortung zu überfordern. Ich hatte darüber nachgedacht, den Kindergarten zu fragen, ob man da nicht gemeinschaftlich als Eltern ein Tier anschaffen kann, um das sich dann die Kinder gemeinschaftlich kümmern. Ich werde das die Tage in Angriff nehmen.