Monthly Archives: Januar 2012

Unser kleines Biest hat uns vermisst

Nach dem schönen Wochenende wurden wir jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich schließe die Tür auf und was sehe ich? Unsere Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die Kissen liegen auf dem Boden, Wollknäule und erbrochenes auf dem Teppich, die Tapete im Flur zerkratzt, der gesamte Inhalt des Katenklos lag daneben. Mein erster Gedanke war “Klasse!, die ganze Erholung ist dahin.” Jetzt hieß es stundenlang putzen. Ich konnte der Katze jedoch nicht wirklich böse sein. Da saß sie nun in mitten des Schlachtfeldes und wedelte mit dem Schwanz. Ich hatte auch einmal gelesen, dass man Katzen oder Tiere im Allgemeinen nicht später für etwas bestrafen sollte, da sie es dann vergessen hätten. Bei Katzen soll es besonders schlimm sein, da sie dann wirklich verstört und ängstlich werden. Was also tun, außer kurz durchatmen und anfangen?

Das witzige war, dass meine Freundin Eva am Tag zuvor noch hier war, um nach dem rechten zu sehen. Da sei alles ok gewesen, sagte sie, als ich dann abends mit ihr telefonierte. Schicksal. Wären wir einen Abend eher gekommen, dann müsste ich jetzt nicht die halben Kissenbezüge in die Reinigung bringen. Na wenigstens sorgt sich Cathi wirklich um ihre Katze. Das hat sie mir in diesem Moment bewiesen. Sofort hat sie alle Reinigungsutensilien geholt und ganz liebevoll gemeint “Setz’ dich hin Mama, ich mach das für dich! Ich wollte ja auch die Katze”. Vernünftige Einstellung hat sie, meine Kleine. Als Belohnung hat sie dann weniger machen dürfen und statt dessen mit ihrer Katze kuscheln.

Am Kamin – Diedorf Teil 2

Ich hatte ja gestern berichtet, dass es einen erschreckend professionellen Anschein machte, als Ande am Kamin stand und unsere Ski mit Wachs gebügelt hat. Zum Glück hat sich das nicht bewahrheitet. Bis auf dass ich mehrmals hinter meiner Tochter und ihm zurückgefallen bin. Als er uns allerdings beim Mittag gesehen hat, da hat er gesagt, dass er kein Problem hat, wenn wir einfach noch eine Runde fahren und dann die Heimaktivität beginnen. So war es dann auch. Cathi hat ein etwas ausgedehntes Nickerchen von 4 Stunden gemacht. In der Zeit hat Ande einen Rotwein aus dem Supermarkt geholt und Glühwein selbst gezaubert. Ich wusste bis dato gar nicht, dass das so einfach geht. Einfach den guten Rotwein in den Topf, eine Vanillestange dazu und ein oder zwei Nelkenblüten. Der Wein hat fantastisch geschmeckt, muss ich sagen. Tausend Mal besser als das billige, süße Zeug. In der Küche unserer Hütte gab es wirklich bezaubernde, anheimelnde Emaille-Tassen. Weiß mit blauen Rankenmuster drauf. So stellt man sich doch einen entspannten Nachmittag im Urlaub vor – Weiße Pracht, Retro-Tassen und mit der dicken Decke auf den Schaukelstuhl. Unter unserem Balkon fiel das Land ab, sodass wir eine Art Aussichtsposition hatten. Wir konnten die endlosen weißen Baumwipfel überblicken. Keine Menschenseele weit und breit, kein Auto. Einfach Stille. Ande räumte den hölzernen Schaukelstuhl auf den Balkon. ich griff nach der Decke. Ande setzte sich auf den Stuhl und ich kauerte mich in Embrionalhaltung auf ihn. Mein Ohr an seiner durchtrainierten Brust. Nicht zu hart und nicht zu weich. So saßen wir dort, tranken unseren Wein und schauten ohne etwas zu sagen in die Weite. Toll war das. Es gibt Momente im Leben, da werden Minuten zu Stunden der Erholung. Das einzige, was man hörte war unser kalter Atem. So saßen wir und schauten der Sonne zu, wie sie immer weiter herabsank. Mir war es fast unangenehm, dass ich so lange auf ihm saß, doch ich sagte nichts, weil ich die Nähe wirklich genoss. Er würde schon etwas sagen, wenn es nicht mehr geht, dachte ich.

Irgendwann, als es einfach zu kalt wurde, weil es draußen zu dunkel war, sind wir nach drinnen gegangen. Wir befeuerten den Kamin und setzen uns auf das Fell. Ande stand noch einmal auf und zog ein Buch aus der Seite seines Koffers. Paulo Coelho – “Der Dämon und Fräulein Prym”. Ich kannte das Buch bereits, denn ich muss zugeben, dass ich ein riesiger Fan von Coelho bin. Ich sagte nichts, denn wirklich gute Bücher werden auch beim zweiten Lesen nicht anstrengend. Sie sind eher wie ein guter Film, den man immer und immer wieder sehen kann. Ande klappte das Buch aus und allein durch seinen Blick erübrigte sich die Frage, ob er vorlesen solle. Wieder schaute er fragend und ging dabei auf die erste Seite. Ich sagte, dass er einfach dort weitermachen solle, wo er aufgehört hatte. So fing er an zu lesen und ich lauschte ihm bestimmt eine halbe Stunde.

Das Buch passte wunderbar zu unserem Abend. Das folgende Zitat werde ich nie vergessen, weil ich es damals schon wahnsinnig schön fand:

“Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.”  Paulo Coelho, “Der Dämon und Fräulein Prym”

Unsere seelige Ruhe wurde dann von Cathi zerschnitten, die dann mit ihrem Steiff-Plüschhasen in der Hand im Wohnzimmer stand und nach Essen verlangte.

Der Mann, für den ich sogar Ski fahre

Am Wochenende war ich mit Cathi und Ande im Thüringer Wald. Mir war nicht klar, dass dort bereits so viel Schnee liegt, dass man Ski fahren kann. Doch das kann man. Genau genommen spreche ich von Langlauf. Am Donnerstag meinte Ande spontan, dass er gerne mal raus würde. Ich hatte da eher an ein Wochenende Mallorca (oder wo es eben warm ist) gedacht. Er dachte an Ski. Ich habe erst eine Schnute gezogen. Ich bin wirklich kein Wintertyp. Aber am Ende hat er mich überzeugt. Sport sei gesünder als faul in der Sonne zu liegen. Die Luft ist gut für die Lunge und der Schlaf sei super erholsam, wenn man sich den ganzen Tag ausgepowert hat. Er würde sich außerdem lieber ins warme Bett kuscheln, wenn draußen alles weiß ist, als unsere beiden verschwitzten, klebrigen Körper aneinanderzureiben, weil die Klima-Anlage im Last-Minute-Hotel ausgefallen ist. Da war er dann auch wieder -der Hundeblick. Da kann ich sowieso nicht nein sagen.

Gesagt getan. Wir haben uns für ein Ferienhaus in Diedorf entschieden. Was heißt entschieden. Da es wirklich eine sehr spontane Entscheidung war, sind wir einfach mit Sack und Pack ins Auto gestiegen und los gefahren. Zum ersten mal habe ich Ande’s Auto gesehen. Schon ein schönes Familienauto :) Er fährt einen Audi. Jedenfalls sind wir einfach dahin gefahren und haben dann an die Türen von gefühlten zewanzig Pensionen geklopft. Normalerweise währe das ein wahnsinnig nerviges Unterfangen gewesen. Je länger man sucht, desto nerviger. Jedoch nicht mit Ande. Keine Ahnung wie, aber er hat echt verstanden uns beide bei Laune zu halten. Naja ihr wisst ja, wie Männer das machen, wenn sie gut im Motivieren sind. Wir haben auf der ganzen Suche immer gelacht und es hat nicht weh getan, dass wir erst 15 Uhr am Mittagstisch saßen.

Gefunden haben wir dann eben ein Ferienhaus in Diedorf. Etwas über unserem Budget, aber Ande meinte, dass das klar gehen würde.  Das Haus hatte um die 80qm, 2 Schlafzimmer, eine Wohnküche und einen Balkon. Ach ja – einen gemütlichen Kamin gab es auch noch. Mit obligatorischem Bärenfell davor. Über unsere Abende auf dem Bärenfell erzähle ich später noch ein bischen.

Am Samstag Morgen ging es dann also los mit Ski fahren. Ich muss dazu sagen, dass ich das letzte mal mit 12 oder so Ski gefahren bin. Genauso habe ich mich dann auch angestellt. Als ich morgens aufgestanden bin stand Ande mit einem Uralt- Bügeleisen an unserem Kamin. (So eins, dass man auf dem Kamin aufwärmt.) Er wachste unsere Ski damit. Ich dachte nur “Oh, oh, das wird kein Spaß). Die Peinlichkeiten gingen schon los, als ich die Schuhe angezogen habe. Da habe ich mich so ungeschickt angestellt, dass ich mehrmals umgefallen bin. Ande hat mich dann von hinten gehalten und mein Kind und er haben sich kaputt gelacht.

Danach ging es auf die Leupe. Ich war erstaunt davon wie geschickt Cathi sich sofort angestellt hat. Ande hat ein paar Dinge erklärt und Cathi hat sie sofort umgesetzt und ist mit ihm davon gezogen. Ab und an musste ich dann rufen, weil sie vergessen hatten, dass ich auch noch da bin. Ande hat dann gewartet, meine Hand genommen und ist ein Stück mit mir getrabt (?) Einmal sind wir dabei auch umgekippt und haben uns im Schnee gewälzt. Cathi und ich waren dann schon beim Mittag auf der Hütte (Sagt man das bei Langlauf überhaupt so?) ziemlich fertig. Ande hat darauf Rücksicht genommen und vorgeschlagen, dass wir noch eine Runde fahren und uns dann mit einem Glühwein und Decken auf die Terasse hocken.

Cathi hat unten im Garten einen Schnemann gebaut, während wir oben saßen in dicken Klamotten und einer Dekcke, auf die Baumwipfel geschaut und ein bischen gekuschelt haben. Mann haben meine Beine weh getan. Teil 2 gibt es demnächst.

 

Die Muppets

Ich war mit Cathi mal wieder im Kino. Diesmal ist das ganze aber hauptsächlich auf meinem Mist gewachsen. Und zwar haben wir uns die Muppets angesehen. Ich kenne die Muppets  noch aus meiner Jugend. Ich war damals ein riesen Fan. Bei Cathi war ich mir nicht so sicher, ob es ihr gefallen würde. Schließlich wirken die Muppets gegenüber den ganzen modernen Avatar- und Animationsfilmen ja wie Relikte aus einer anderen Zeit.

Unterm Strich war es aber ein sehr schöner Abend. Wie fast alles im Animationsbereich gehören die Muppets mittlerweile Disney. Was mir nicht gefallen hat war, dass die Macher versucht haben den Film krampfhaft auf die neue Generation von Kindern anzupassen und ihre alten Fans dabei nicht zu vergessen. Schwieriger Spagat, der nicht ganz geglückt ist, wie ich finde. Der Unterschied zu damals ist, dass die Muppets damals eigentlich als Geschichte für erwachsene starteten oder man den Kindern einfach mehr Erwachsenenhumor zugemutet hat. Damals gab es noch die berühmten Meta-Witze. Meta ist die Kommunikation über die Kommunikation. Ich weiß das, weil ich Pädagogin bin ;)

Damals war einfach der Humor viel feiner. Heute hat man eben versucht einen Spagat zu schaffen zwischen Jung & Alt und ich kann euch auch sagen, woran das liegt: Die hatten eben Angst, dass ihnen das neue Kundensegment weg bricht, welches nicht mit ihnen aufgewachsenen ist. Am peinlichsten war die HipHop-Szene. Dieser Rap ist ein Tribut an die Junge Generation. Oder das, was die Disney-Produzenten meinen, das den Jüngsten gefällt. Für mich geht die Szene total in die Hose.

Nichts desto trotz finde ich Jason Segel total toll in dem Film. WIe er mit den Puppen spielt ist der Wahnsinn. Er macht sie wirklich lebendig. Wahrscheinlich haben sie ihn gecastet, weil er schon einmal mit Puppen gespielt hat. Das war in Forgetting Sarah Marshall. Da arbeitete er die ganze Zeit an einem Vampir-Musical mit Puppen.

Worauf ich hinaus wollte war, dass Cathi es überhaupt nicht langweilig war. Ich glaube wir müssen demnächst Miss Piggy Poster aufhängen.

 

Hier ist der Link zum Video: http://www.disney.de/muppets/startseite.jsp

Schmetterlinge oder Orkan?

Jetzt habe ich mich schon wieder eine gefühlte Ewigkeit nicht gemeldet. Es gibt auch einen Grund dafür und der heißt Ande. Nein, nicht Andre, sondern Ande. Der Mann, mit dem ich mich am 6. getroffen habe. Was soll ich sagen – das zweite Date war am 6., das dritte am 11., das vierte am zwölften und so fort.

Ihr fragt euch vielleicht, wie ich das mit Cathi arrangiert habe. Das war eigentlich ganz einfach. Dummerweise ist am 06. das passiert, was man als anständige Frau nicht tun sollte. Jemanden mit nach Hause nehmen. Warum wir das getan haben? Wir waren beide etwas beschwipst und der Weg zu mir war einfach kürzer. Er hatte mich schon wieder zum Essen eingeladen. Das macht er so oft und gern, dass ich mich fast schlecht gefühlt habe. Ich habe dann gemeint “Dann lass’ mich doch wenigstens das Taxi bezahlen.” Im Taxi habe ich dann gemerkt, dass ich nur eine EC-Karte und 5 Euro einstecken hatte. Nein, es war kein Taxi mit Kartenzahlung. Ich habe dann in meiner Beschwipstheit meine Adresse genannt, die ungefähr 300m vom Restaurant entfernt liegt. Ich fand das in dem Moment witzig. Es kam, was kommen musste. Eigentlich hatte er mich im Restaurant auf einen Kaffee bei sich eingeladen, da wir dann aber bei mir gelandet sind fragte ich ihn, ob er einen Kaffee möchte. Er schaute mir tief in die Augen und meinte “Warum soll ich Abends einen Kaffee trinken, dann kann ich doch nicht schlafen.”. Ich schaute ihn dämlich grinsend an, so wie ich das immer tue, wenn ich verlegen bin, weil ich einen Witz nicht gleich kapiere und ihn rational zu erfassen versuche. Er packte mich einfach an der Hüfte, zog mich zu sich hin und küsste mich. Zum Glück war Cathi diesmal bei den Großeltern. Sonst hätte ich mich wohl auch nicht drauf eingelassen.

Was ich nicht bedacht hatte war, dass der Mann am nächsten Tag frei hatte, wirklich bei mir blieb, mir am Morgen Frühstück ans Bett brachte und mich weckte, indem er mir die Haare aus dem Gesicht strich. Alles soweit ganz nett, allerdings habe ich total vergessen, dass die Oma mein Kind morgens vorbeibringen wollte. Ich muss dazu sagen, dass die Oma einen Schlüssel hat. Ich saß also nur mit einem Laken bekleidet im Bett. Der Mann meiner Träume saß in einer weißen Boxer auf der Bettkante , als die Omi und mein Kind reinkamen. Die Omi hat geschaut wie ein Auto. Gefühlte 20 Sekunden stand sie so in der Tür, bis sie den Kopf verdattert schüttelte und dann stotternd sagte, dass sie sowieso noch mal zum  Bäcker wollte. Cathi hingegen hat das ganz cool genommen. Obwohl ihr fremde Männer in meiner Wohnung gänzlich unbekannt sind ging sie artig zu dem nackten Mann, streckte ihren Arm aus und fragte “Bist du der Papa?”. Ande lachte Cathi nur an, mit dem selben Lächeln, mit dem er auch mich fasziniert hat und daraufhin lachte Cathi auch los. Was für ein Spaß.

Ich habe die Omi dann auf ihrem Handy angerufen und gesagt, dass sie doch wieder hochkommen soll. Wir saßen dann alle 4 am Tisch und tranken Kaffee. Die Omi hat später auch drüber gelacht. Ande musste dann los. Ich blieb mit der Omi noch sitzen. Als er aus der Tür war sagte sie “Eigentlich ein ganz netter Mann.”

Cathi scheinte ihn wirklich gemocht zu haben, obwohl sie nur gemeinsam lachten. Sie fragte immer, ob wir den neuen Papa treffen. Da ich eine SMS von ihm bekam, worin er fragte was ich mache, dachte ich, dass ich es mal riskiere und ihm zum Kochen bei uns einlade. Ich habe ein Mangocurry gemacht und den Tellern nach zu urteilen hat es allen geschmeckt. Ich bin trotzdem etwas verwirrt, obwohl es so gut läuft, weil das doch alles etwas früh ist. Widerum fühlt sich alles total richtig und schön and. Ich muss zugeben, dass ich wirklich ein bischen verknallt bin wie ein Teenie. Das sind keine Schmetterlinge in bestimmten Momenten. Immer kurz bevor ich ihn sehe, da ist das  Gefühl so stark, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll…

Single – Das war einmal?

Aufgrund dessen, dass Cathi und ich zuletzt heftig krank waren, habe ich etwas versäumt, den Blog regelmäßig zu pflegen. Entschuldigung dafür.

Vor vier Tagen war es soweit. Cathi hat bei der Oma geschlafen und die Mutti ist zu ihrem ersten Date seit Monaten gegangen. Eigentlich wollten wir uns nur auf einen Nachmittagskaffee treffen, aber das ganze hatte sich dann doch geändert, da ich am 03.01. eine SMS erhielt.

Hallo, mir ist für den 05. etwas dazwischen gekommen. – Arbeit, arbeit, arbeit. Ich möchte dir aber nicht einfach absagen und wieder wochenlang auf ein nächstes mögliches Treffen warten. Bist du vielleicht spontan und triffst dich am 06. zum Abendessen mit mir?

Tja, spontan bin ich. Allerdings habe ich ein Kind, was das ganze etwas einbremst. Das gute am 6. war, dass ich Abends aller 2 Wochen turnen gehe. Ich hatte also die Möglichkeit, das Turnen abzusagen. Was ich dann auch tat, da mir turnen zwar wichtig ist, aber ich wirklich gerne auch dieses Date wahrnehmen wollte. Gott weiß warum.

“Du hast Glück. Mein Kind ist sowieso nicht da. Allerdings hätte ich am Abend einen Termin, den ich jetzt wegen dir absage. Du schuldest mir was. ;) Ich mag Italienisch.

Und so trafen wir uns am Abend bei einem relativ hochpreisigen Italiener im Zentrum. Er hatte das so rausgesucht. Es war ein sehr, sehr schöner Abend. Und zwar deswegen, weil mir hinterher auffiel, dass ich nicht einen Moment an den ganzen Standardfragen-Katalog gedacht habe.- Ich wusste immernoch nicht, was er eigentlich genau macht, obwohl er natürlich Informationen darüber einstreute. Er reist zum Beispiel viel. Auch mich fragte er nicht, womit ich mich so durchschlage. Vielmehr scherzten wir den ganzen Abend wie 2 Teenager. Es hat richtig gekribbelt und jede Frau in meinem Alter wird verstehen, dass man Phasen hat, wo man denkt, dass dieses Gefühl so einfach nicht wiederkommt. 3 Stunden hat es gedauert. Wie ein Geentleman hat er am Ende die Rechnung bezahlt und fragte dann verstohlen “Sind wir jetzt quitt?” Kess -und das bin ich sonst nicht- antwortete ich “Nein. Du musst mich wieder treffen.” So ging ich dann, weil ich dem Prinzip seit Jahrhunderten treu bleibe, dass es beiden gut tut, wenn man die Spannung erstmal aufrecht erhielt. Noch am selben Abend schrieb er mir, ob ich am Wochenende Zeit hätte. Da musste ich leider absagen, da das WE fest für Cathi verplant war und ich schiebe mein Kind auch nicht herum wegen ihm. Ich bot ihm den Mittwoch, also morgen, an und er sagte zu. Morgen sind wir nun also zum Theater verabredet. Keine Angst, nichts langweiliges. Es ist ein modernes Stück über einen Virus, der vom Schwein auf den Menschen übergeht und die Menschen ihre sexuelle Selbstkontrolle verlieren lässt. Kritik an der Gesellschaft also. Danach gehen wir vielleicht noch einen Happen essen.

Vieleicht ist es verfrüht, aber irgendwie spüre ich, dass sich ein Teil von mir wünscht, dass es mehr wird und das ist keine Frustration über das Allein sein. Es ist nicht “Das Single-Dasein beenden wollen”. Das ist Interesse an einem Menschen und so intensiv und schnell spürte ich das nicht, seit ich 16 Jahre alt war. Es bleibt spannend.

Das ewige Thema Katzen-Klo

Nachdem Sissi neulich endlich kapiert hatte, wie man es macht, musste ich gestern feststellen, dass es doch noch nicht so ganz funktioniert. Als ich nämlich gestern nach Hause kam und ins Bad ging, da lag alles, was Sissi an diesem tag gemacht hatte neben dem Klo, aber nicht drin. Unser weißer Vorleger war überseht mit den Häufchen unserer Katze, das Katzenstreu war breit verteilt über den ganzen Badboden und die Katzentoilette stand schräg und nicht mehr an ihrem Ursprungsort, als ob jemand dagegen getreten hätte.

Irgendwas muss Sissi da wohl zu viel gewesen sein. Ich hatte keine Ahnung, warum Katzen das tun, also rief ich meine Mutter an. Die hatte früher nämlich eine Katze und vielleicht konnte sie mir weiterhelfen. Sie erklärte mir, dass es an mehreren Dingen liegen kann. Entweder passt der Katze der Geruch im Klo nicht, es ist schon zu voll oder sie hat ein Problem mit dem Katzenstreu. Sie empfahl mir die Katzentoilette mit einem möglichst geruchlosen Reiniger zu säubern. Ich habe dann einfach ein Spülmittel benutzt, da diese wesentlich weniger streng riechen als der strenge Badreiniger, den ich das erste Mal verwendete. Also Katzenstreu raus, Schale gespült und ordentlich ausgewaschen, dann fix in den Zoohandel und neues Streu geholt (Das von Catsan), Streu wieder reingemacht und das ganze wieder hingestellt.

Jetzt hieß es warten. Als ich dann eine Stunde vor dem Fernseher saß, da hörte ich Scharrgeräusche aus dem Bad. 1 Minute verging, 2 Minuten vergingen und die Katze scharrte immernoch. Ich dachte nur “Was hat sie denn jetzt?”. Ich ging dann mal schauen, was sie da treibt. Sissi saß wirklich in ihrem Katzenklo und scharrte an den Innenseiten der Toilette. Ich habe ihr dann kurz über den Kopf gestrichen. In diesem Moment sprang sie heraus, lief noch einmal um meine Beine und verließ das Bad.

Vorerst herscht also wieder Ruhe im Haus!

Kinder Stil – Was dieser Blog soll.

Kinder Stil ist mein Blog für Kindermode und Babymode und das Alltagsleben zwischen Mir und meiner Tochter. Ich bin Maria, eine junge, aleinerziehende Mutter aus Berlin und ich habe Kinder Stil auch gestartet, um eine Art Chronik von Cathis Jugend zu erschaffen. Später, wenn sie alt genug ist, werde ich ihn ihr einmal zeigen und sagen “Schau, so warst du als Baby oder Kind”. Denn vieles gerät in Vergessenheit, je älter unsere Babys werden…

Sissi – Unsere neue Katze

Wie ich gestern geschrieben habe, habe ich mehr oder weniger unfreiwillig die Katze mit hoch in die Wohnung genommen. Ich war dann noch schnell beim Zoomarkt und habe ein Katzenklo geholt, da irgendwann die Frage aufkam “Wo macht das Tier eigentlich hin”? Es war ein bischen wie in einem Loriot-Sketch, denn ich habe den Rat der Dame aus dem geschäft befolgt. Ich habe das Katzenklo in das Bad gestellt, die Katze genommen und sie kurz darauf gesetzt. Irgendwie wollte sie das aber nicht so ganz verstehen, denn als sie dann musste, da stand sie vor der Tür, hat gekratzt und gemautzt. Ich habe sie dann wieder angehoben und ins Bad getragen, um sie auf das Klo zu setzen. Sie schaute mich irritiert an, ist dann an mir vorbei gehuscht und stand wieder vor der Tür. Ich nehme mal stark an, dass sie ihr ganzes Leben draußen gelebt hat. Ich habe sie dann quasi wie einen Hund, nur ohne Leine, gassi geführt. Ich stand unten vor der Haustür und habe gewartet, bis sie ein paar mal um die Büsche gestreift ist, um dann unter einer Hecke ihr Geschäft zu verrichten. Sie scharrte und kam dann wie ein Hund zu mir zurückgelaufen. Sie setzte sich vor mich und schaute mich mit großen Augen an als wenn sie mir sagen wollte “Nun mach schon die Tür auf.” Ich war etwas ratlos, denn mir war nicht daran gelegen, nun jedes mal mit ihr runterzugehen, wenn sie musste. Das Problem hat sich lustigerweise so geklärt, dass Cathi ihr gezeigt hat, wie man es macht. Cathi hatte vergessen die Tür vom Bad zu schließen. Als sie dann auf dem Topf saß, da ist die Katze an mir vorbei zum Bad gerannt und hat dann Cathi interessiert beim großen Geschäft zugeschaut. Ich folgte ihr in den Flur, als die Katze vorsichtig das Klo betrat. Als ich durch den Spalt schaute, da sah ich, wie Cathi freudig quietschte, während die Katze auf dem Katzenklo ihr erstes Geschäft verrichtete.

Als wir später am Abend noch etwas Fernsehen schauten, da ging mir die Frage durch den Kopf, wie wir sie eigentlich nennen wollen. “Morle oder Tiger…” Man kommt ja auf die absurdesten Ideen. Ich fragte Cathi, wie sie unsere Katze nennen will. Aber von ihr kam nur ein “Max”. Ich erklärte ihr, dass es ein Mädchen sei. Später am Abend habe ich Cathi zu Bett gebracht und ihr noch eine Geschichte vorgelesen. Es war die Geschichte von der Kaiserin Sissi. Während ich so las kam die Katze wieder vorsichtig ins Kinderzimmer geschlichen. Cathi entdeckte sie und begrüßte sie mit einem “Sissi, Sissi komm her!” Ich dachte, dass es so sei, denn Sissi gefiel mir.

Der Hase ist jetzt eine Katze

Jetzt ist es doch passiert. Wir haben ein Haustier. Eigentlich war es mein Fehler, denn vor unserem Mehrparteienhaus -ab und an auch innen- stromerte kurz vor Weihnachten ein kleines Kätzchen herum. Ihr Fell sah nicht besonders dick aus. Und sie hat schon gefroren. Cathi war sofort begeistert von ihr und wollte sie streicheln. Ich habe das Cathi verbieten müssen. Man weiß ja leider nie, was dort für Krankheiten lauern. Cathi war natürlich total sauer auf mich und mir fiel es nicht ganz so leicht, ihr das begreiflich zu machen. Nichts desto trotz habe ich -obwohl manche Mieter und die Hausverwaltung das nicht wollen- mit Absicht ein

Kellerfenster angelehnt gelassen. Ich dachte mir, ich probiere das einmal aus, ob die Miez so schlau ist und die Öffnung findet. Des Weiteren habe ich dann immer unten auf den Boden neben das Fenster eine Schüssel mit Milch und etwas Katzenstreu hingestellt. Außen auf das Fensterbrett habe ich eine handvoll Trockenfutter gelegt, damit sie es findet. Weil Weihnachten war kaufte ich sogar das etwas bessere Futter. Es hat alles super funktioniert. Ich habe die Miez zwar nicht gesehen, aber das Fenster war meist Abends etwas weiter geöffnet und das Futter und die Milch waren leer. Es kam wie es kommen musste. Eines Morgens saß die Miez schon da und hat mich angeschriehen. Für sie war nur Fütterung. An Silvester war ich morgens unten, bevor ich zum Supermarkt bin. Ich habe die Katze gefüttert und als ich wiederkam, da stand sie innen neben der Haustür und ist mir bis in den dritten Stock gefolgt, SIe wollte mit rein. Cathi hätte sie natürlich sofort mitgenommen, aber ich hab gesagt, dass wir kein Haustier haben werden und die Katze von draußen kommt. Cathi hat geweint. Naja Cathi hat dann gewonnen. SIe hat mir wirklich ständig in den Ohren gelogen und jedes mal, wenn ich mit Cathi runter bin, da war die Katze auch schon da. Also ist natürlich das Thema auch jedes mal wieder aufgekeimt. Weil die Katze mir leid tat und ich irgendwie auch meine Ruhe haben wollte habe ich gestern Mittag die Katze gegriffen und bin mit ihr in die Tierklinik gefahren, um checken zu lassen, ob sie gesund ist. Die Katze ist ok, ich habe lediglich eine Wurmkur mit bekommen. Der Arzt meinte nur “Fremde Katze gefüttert?” und ich antwortete verlegen “Hmmm.” Jetzt liegt sie hier auf dem Stuhl neben mir, während ich das schreibe und schnurrt. 1:0 für Cathi.